Hier im Archiv finden Sie ein "Best-of" unserer Projekte :-)

Asylwerber halfen tatkräftig mit

Wie bereits in den Vorjahren nutzte Südrand die warme Jahreszeit für Projekte im Freien. "Da nicht nur Jugendliche viel Zeit auf öffentlichen Plätzen verbringen, ist es wichtig, dass Plätze einladend für alle gestaltet sind", weiß Barbara Rieder vom Südrand-Team. Die von Jung und Alt viel genutzen Bänke am Spielplatz der Wohnanlage Rauchenbergergasse wurden abgeschliffen und haben einen neuen bunten Anstrich erhalten. An der zweitägigen Aktion beteiligten sich zahlreiche Jugendliche. Dabei wurde das Südrand-Team tatkräftig von den beiden Asylwerbern Ruhuldin Jahangardnya und Oskar Ahmed unterstützt.

"Gemeinsam tätig zu werden und Plätze zu gestalten, lädt dazu ein, sich gegenseitig kennenzulernen, Barrieren abzubauen und fördert damit Integration auf mehreren Ebenen", ist Rieder überzeugt. Und: "Ohne die Hilfe von Ruhuldin und Oskar und die zahlreiche Beteiligung von Jugendlichen wäre die Revitalisierung aller vier Bänke nicht so rasch möglich gewesen, dafür möchen wir uns herzlich bedanken."

Artikel von Gila Wohlmann (NÖN Ausgabe 39/2016)

 
 

Jugendliche backen für Traiskirchen

Südrand, die Mobile Jugendarbeit Traisen lud Jugendliche ein für Kinder und Jugendliche in Traiskirchen zu backen. Die Flüchtlingssituation in Traiskirchen ist derzeit in aller Munde. „Wir bemerken, dass das Thema auch viele Jugendliche beschäftigt und sie sich darüber untereinander und auch mit uns austauschen.“ erklärt Barbara Rieder von Südrand. Bei einem Backnachmittag entstanden über 70 Muffins für die Aktion ‚So zu leben‘ der Naturfreunde Niederösterreich. Das Projekt „So zu leben – sozialen Zusammenhalt leben!“ wurde von den Naturfreunden Niederösterreich initiiert und wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Traiskirchen und dem Netzwerk Kinderrechte durchgeführt. „Wir freuen uns mit unserem Beitrag das Projekt unterstützen zu können. Jugendlichen werden dabei Werte vermittelt, die für eine Gesellschaft besonders wichtig sind wie Solidarität und Verantwortung für Mitmenschen zu übernehmen.“ ergänzt Barbara Rieder.

 
 

Spanierin bei Südrand

Freiwilligenjahr - die 30-jährige Isabel Garcia unterstützt die Mobile Jugendarbeit Traisen und zieht Bilanz: "Österreicher sind viel gemütlicher als die Jugendlichen in meiner Heimat."

Internationales Flair gibt es derzeit bei Südrand - der mobilen Jugendarbeit Traisen.
Isabel Garcia, die ihren einjährigen Europäischen Freiwilligendienst (EFD) im Verein Jugend und Lebenswelt absolviert, unterstützt das Team, ebenso die Standorte Nordrand und Westrand abwechselnd im Offenen Betrieb. Die 30-jährige aus Cuenca in Spanien ist seit Anfang Juli 2015 in Österreich. "Ich reise gerne, möchte andere Kulturen kennenlernen und wollte auch einfach erfahren, wie es ist, in einem anderen Land zu wohnen", nennt sie ihre Beweggründe zum Freiwilligenjahr.

Ich fand die Organisation sehr gut, alle MitarbeiterInnen sind ausgebildete Sozialarbeiter", erzählt sie, warum sie für ihren Freiwilligendienst auf den Verein "Jugend und Lebenswelt" gestoßen ist.
Der Anfang in Österreich war für sie nicht leicht, wie sie zurückblickt: "Es war ein sehr intensives Jahr, anfangs war es schwierig, weil ich allein war - andere Leute, anderes Land, andere Sprache, keine Freunde da." Das hat sich mittlerweile gelegt. "Wir kommunizieren auf Englisch oder Deutsch", berichtet indes Barbara Rieder vom Südrand-Team über die fruchtbare Zusammenarbeit. Garcia weiß jetzt übrigens auch, was die spanischen von den österreichischen Jugendlichen unterscheidet: "Die Spanier sprechen viel und sind viel nervöser, die österreichischen Jugendlichen sind entspannter und viel gemütlicher."

Artikel von Gila Wohlmann (NÖN Woche 26/2016)

 
 

Frauenpower bei Südrand

Regelmäßig veranstaltet Südrand, Mobile Jugendarbeit Traisen, Projekte für Mädchen und junge Frauen. Einmal wöchentlich gehört Südrand allein ihnen für Aktivitäten in der Anlaufstelle oder auch verschiedene Ausflüge, wie bspw. Eislaufen in den Semesterferien oder ein Kinobesuch in den Osterferien, wo „Das Tagebuch der Anne Frank“ auf Wunsch der Teilnehmerinnen angesehen wurde. „Häufig sind Angebote in der Offenen Jugendarbeit wesentlich durch männliche Inszenierung gekennzeichnet und nur sehr wenige Mädchen sind im öffentlichen Raum anzutreffen. Geschlechtsspezifische Arbeit mit Mädchen ist deshalb besonders wichtig.“ erklärt Barbara Rieder.

Auch bei der digitalen Eiersuche in den Osterferien waren viele Mädchen begeistert dabei. Eine Handy-App führte die Jugendlichen in einer Rätsel-Rallye durch das frühlingshafte Traisen, wobei Fragen zum Ort beantwortet werden mussten, um voran zu kommen. Alle TeilnehmerInnen sind erfolgreich im Lenzpark eingetroffen, wo die letzte Aufgabe das Suchen und Finden von Osternestern war. Begleitet und angeleitet dabei wurden sie von drei MitarbeiterInnen der Mobilen Jugendarbeit.

 
 

Jugendliche zeigten Fairplay

Bei strahlendem Wetter fand das Jugendfußballturnier GOAL am Sportplatz des WSV (Werksportverein) Traisen statt, welches von Südrand in Kooperation mit der Gemeinde Traisen und des WSV Traisen veranstaltet wurde. Insgesamt 6 Mannschaften aus Traisen und St. Pölten spielten um den Sieg und um den Ehrenpreis des „besten Fairplay“. Angekickt wurde mit neuen Matchbällen, die Bürgermeister Herbert Thumpser zur Eröffnung des Turniers mitbrachte. „Wir freuen uns über die zahlreichen Teilnehmer und dass unsere Kollegen von Nordrand St. Pölten mit einem Team angereist sind.“ erklärt Spielleiter Patrick Lechner von Südrand. Die Teilnehmer unterschiedlichen Alters kämpften bei hochsommerlichen Temperaturen in einer Gruppenphase und den Finalspielen um die ersten Ränge und den Ehrenpreis des „besten Fairplay“, ein Pokal gesponsert von Bundesminister Sebastian Kurz/Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres. Der Sieg ging an das Team „SV Albania“, den Pokal für das beste Fairplay holte sich das Team „The Sakats“. Für das leibliche Wohl während des Turniers sorgte die Kantine des WSV Traisen. „Anerkennen möchte ich die Unterstützung der Gemeinde Traisen unter Bgm. Herbert Thumpser, des WSV Traisen unter Obmann Gerhard Fügl, unserer SponsorInnen und HelferInnen. Sie haben mit ihrem Teil dazu beitragen, das Jugendfußballturnier zu ermöglichen.“ bedankt sich Barbara Rieder von Südrand.

 
 

Erlebniswanderung auf den Traisenberg

Mit Südrand – der mobilen Jugendarbeit Traisen – ging es in einer zweitägigen Erlebniswanderung auf die Zdarskyhütte am Traisenberg. Unterwegs tauchten die Jugendlichen im Rahmen von Outdoor-pädagogischen Aufgaben in die Natur der Voralpen ein. Eine davon war die Foto-Jagd nach seltenen Blumen, Tierspuren und Eindrücken. Orientierung im Gelände mit Karte und Kompass gehörte ebenso zum spielerischen Survival-Training wie das abendliche Feuermachen bei der Hütte. Besondere Eindrücke hinterließ der nächtliche Ausflug ins Gelände. „Es war schön mitzuerleben wie sich die Wahrnehmung der Jugendlichen in der ruhigen Nacht am Berg änderte – die Entdeckung von Amphibien und der Aufgang des Mondes wurde dadurch zu einem magischen Ereignis“, erinnert sich Robert Binder von Südrand. Die Erlebniswanderung förderte das Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz und wurde im Rahmen eines Projektes der Klimaaktiv-Partnerschaft umgesetzt.

 
 

10 Jahresfeier bei Südrand

Seit dem Jahr 2004 arbeiten Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen von Südrand erfolgreich mit Jugendlichen zwischen 12 und 23 Jahren in der Marktgemeinde Traisen. Insgesamt 44.300 Kontakte zu Jugendlichen zeigen, dass dieses Angebot sehr gut angenommen wird und sich im Gemeinwesen etabliert hat.

Mobile Jugendarbeit baut auf verschiedenen Säulen auf: Streetwork – aufsuchende Soziale Arbeit im öffentlichen Raum Traisens; Offener Betrieb – die Anlaufstelle der Mobilen Jugendarbeit ist ein wichtiger Rückzugsraum für Jugendliche, in dem sich verschiedene Kulturen friedlich begegnen; Projekte – Workshops und Aktionen in der Anlaufstelle und im öffentlichen Raum; Beratung/Begleitung – bei jugendrelevanten Themen wie bspw. Sexualität, Rechtliches, Behördengänge, etc. „Unsere Arbeit orientiert sich am Qualitätshandbuch für Mobile Jugendarbeit Niederösterreich, in dem Mindeststandards, Arbeitsprinzipien und Methoden festgelegt sind.“ erklärt Barbara Rieder, Fachliche Leiterin von Südrand.

Genau seit Mai 2004 gibt es mobile Jugendarbeit/Streetwork in Traisen. Professionelle Jugendarbeit wurde damals auf Betreiben der Gemeinde Traisen, die sehr viele Jugendliche im öffentlichen Raum hatte, vorerst im Alleingang finanziert. Damals waren zwei SozialarbeiterInnen nur mobil (aufsuchend) im Ort unterwegs. Im ersten Jahr wurde von den MitarbeiterInnen viel „Beziehungsarbeit“ mit Jugendlichen geleistet und dadurch Vertrauen aufgebaut. Gleichzeitig wurde ein weiterführendes Konzept entwickelt und an der Einrichtung von geeigneten Räumlichkeiten (einer Anlaufstelle) gearbeitet. Den Bedarf an mobiler Jugendarbeit erkannte ebenso das Land Niederösterreich und förderte die Einrichtung auf Betreiben von Landesrätin Liese Prokop nach einem Jahr. „Ab Mitte 2005 können wir in Größe und Angeboten von der Einrichtung sprechen, wie wir sie heute mit Südrand vorfinden.“ erklärt Bernhard Zima, Geschäftsführer des Vereins „Jugend und Lebenswelt“. Das Team erweiterte sich auf insgesamt 4 MitarbeiterInnen. In weiterer Folge entstand auch die Anlaufstelle in der Ebnerstraße 24 in Traisen.

10 Jahre Mobile Jugendarbeit bedeutet auf viele Ereignisse und Erfolge zurückblicken zu können. Die Anlaufstelle übersiedelte 2011 von der Ebnerstraße 24 in die Mariazeller Straße 49 (direkt in den Ortskern). Ein kleiner Auszug aus den unzähligen Projekten und Aktivitäten: Beteiligung bei den Kunstprojekten; Gestaltungsprojekte mit Jugendlichen im öffentlichen Raum; Fußballplatzsanierung in der Ebnerstraße; Erstgestaltung und Neugestaltung der Fahrradnische ÖBB-Haltestelle Traisen Markt; verschiedene Ausflüge – Wien inkl. Besuch des Parlaments, Bowling, Eislaufen, Lasertron, Baden, Action Camp mit den KollegInnen von Nordrand; Kreativprojekte wie T-Shirt-Druck; Themenworkshops – Zivilcouragetraining, Sexualität; Prominente Gäste wie Regisseur Peter Ohlendorf („Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“). Die Kosten für das Projekt „Pimp your bike“/Fahrradreparaturworkshop wurden zur Hälfte durch eine erfolgreiche Projekteinreichung gedeckt (das Lebensministerium im Rahmen von klima:aktiv mobil).

In vielen Arbeitsstunden wurde diesen Sommer gemeinsam mit Jugendlichen die Anlaufstelle renoviert und umgestaltet sowie Möbeln gebaut.

„Besonders freut uns, dass uns Jugendliche zu jeder Zeit in der Anlaufstelle besuchen kommen und uns einladen ihre Freizeit mit ihnen zu verbringen.“ so Selina Stiefsohn. Durch die gemeinsam verbrachte Zeit im Streetwork, in der Anlaufstelle und bei den vielen Projekten entsteht eine Vertrauensbasis. Die Kontaktzahlen bestätigen, dass Jugendliche die Einrichtung voll anerkennen und sich gut aufgehoben fühlen. „Beziehungsarbeit ist unser Erfolgsrezept. Die MitarbeiterInnen bei Südrand stellen für Jugendliche wichtige Bezugspersonen außerhalb ihrer Familien und ihres Freundeskreises dar.“ erklärt Barbara Rieder.

Eine zukünftige Herausforderung sind wandelnde Jugendkulturen und Jugendgruppen. Die Mobile Jugendarbeit Traisen ist gefordert sich ständig an neue Gegebenheiten und Entwicklungen anzunähern. Die wichtigste Aufgabe Mobiler Jugendarbeit ist es Jugendliche im schwierigen Prozess des Erwachsenwerdens zu begleiten. Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen fördern, dass die Heranwachsenden das Ruder selbst in die Hand nehmen und selbstbestimmt und eigenverantwortlich ihr Leben gestalten. Dazu gehört auch, ihnen Räume zur Entfaltung bereitzustellen, Bevölkerungsgruppen für einander zu sensibilisieren und Bewusstsein für die jeweils anderen zu schaffen. Südrand unterstützt dies in Traisen seit nunmehr 10 Jahren.

Anlässlich dieses Jubiläums lud das Südrand-Team mit Barbara Rieder, Selina Stiefsohn, Patrick Lechner und Robert Binder sowie der Geschäftsführer des Vereins „Jugend und Lebenswelt“ Bernhard Zima zu einer Feier am 5. September 2014 ein. In der Anlaufstelle in der Mariazellerstraße fanden sich als Ehrengäste Landesrat Karl Wilfing, Bezirkshauptmann-Stellvertreter Andreas Grießler, Irene Vasik von der Kinder- und Jugendhilfe des Landes Niederösterreich, Bürgermeister Herbert Thumpser und Vizebürgermeister Karl Slama sowie viele andere und Jugendliche ein.

 
 

Neugestaltung der Fahrradnische am Bahnhof Traisen Markt

Südrand, die Mobile Jugendarbeit Traisen hat 2014 gemeinsam mit Jugendlichen und mit Unterstützung von Benedikt Hollaus (Graffitikünstler) die Fahrradnische der Bahnhaltestelle „Traisen Markt“ neu gestaltet.

Bereits im Jahr 2010 wurde die Fahrradnische erstmals mit Jugendlichen gestaltet. Der Anstrich ist in die Jahre gekommen, Farbe blätterte großflächig ab. „Mit freundlicher Genehmigung der ÖBB konnten wir die Fahrradnische überarbeiten. Der verbliebene alte Anstrich wurde in das neue Bild integriert.“, freut sich Barbara Rieder von Südrand. Die Mobile Jugendarbeit Traisen griff dabei das „Jahr des Drachen“ auf, das Wappentier von Traisen blickt nun auch aus der Fahrradnische hervor. Im Rahmen des Projektes ging es ebenso um die Geschichte von Graffiti und die rechtliche Lage dazu in Österreich.

 
 

Peter Ohlendorf - Ressigeur von "Blut muss fließen - Undercover unter Nazis" zu Besuch

Südrand - die Mobile Jugendarbeit Traisen lud am 13.05.2014 zum offenen Gespräch mit dem Regisseur des Films „Blut muss fliessen – Undercover unter Nazis“ Peter Ohlendorf (Bild 5.v.l.) und Obmann Christian Rabl (Bild 2.v.r.) von GISTA, der Gedenkstätte KZ-Aussenlager St. Aegyd/Neuwalde. Jugendliche stellten wissbegierig Fragen zum Film, über Nazis und Rechtsextremismus. Weiters ging es in der Diskussion ebenso um Themen wie Zivilcourage, Vorurteile, Demokratie, Wahlrecht und Europa. mehr dazu

Infos zu GISTA - Gedenkstätte KZ-Aussenlager St. Aegyd/Neuwalde

Infos zum Film "Blut muss fliessen - Undercover unter Nazis"